vanreimersdahl

Inspiriert von den Paddelbauern in Kanada ließ uns der Wunsch nach einem eigenen Paddel einfach nicht mehr los. Holzreste aus der örtlichen Tischlerei, schon dem Ofen verschrieben, fanden ihre Bestimmung auf unserer Werkbank. Nicht nur der Fertigungsprozess, sondern das ständige Optimieren auf unseren Ausflügen in die heimische Seenlandschaft und in die bezaubernde Welt der Seen Mecklenburgs, läßt uns nie fertig werden.

Sei es die Zusammensetzung der Hölzer, die Formverleimung oder das aus einem Stück heraus gearbeitete Paddel, für jeden findet sich Jahr für Jahr wieder eine neue Herausforderung. 

Für diese wunderbaren Inspirationen danke ich den Profis von www.whiskeyjackpaddles.com

Einen halb schon dem Verfall allen irdischen sich ergebenen Schädel eines Hasen habe ich etwas Leben wieder eingehaucht. Mittlerweile sind die Kinder der Nachbarschaft etwas sensibilisierter im Umgang mit solchen Fundstücken. Wir geben mit viel Fantasie, Lachen und Geschichten um das Fundstück diesem einen Platz in unserem Leben. Ob es nun der Dachsschädel, der eines Greifvogels oder eines noch nicht identifizierten Nagers ist, alle sind kleine Kunstwerke geworden und haben mittlerweile eine kleine Ausstellung verdient.

Unsere Hochmoore sind ein Ort der Stille. Aber wenn wir all den Stimmen lauschen dürften, die uns links, rechts, über und unter uns begleiten, es wäre babylonisch… 

Es kostet uns so wenig so reich beschenkt zu werden.Sich auf den Weg zu machen, dabei mit offenen Augen und wachen Ohren ab und an inne zu halten, zu lauschen, mit Fragen eingedeckt zu werden, nachzuschlagen und dabei sich selbst in dem Fragesteller wiederzufinden. Ein kleiner Junge auf Schatzsuche…

Danke für den Tag Christian.

Buckelsklinge der Robert Herder GmbH  - für mich DAS Windmühlenmesser.
Seit nahezu 140 Jahren unverändert hergestellt, von Hand geschliffen, Griffe von Hand angepasst und poliert, ist es ein Handschmeichler in formvollendeter Funktion.

Buckelsklinge der Robert Herder GmbH  - für mich DAS Windmühlenmesser.

Seit nahezu 140 Jahren unverändert hergestellt, von Hand geschliffen, Griffe von Hand angepasst und poliert, ist es ein Handschmeichler in formvollendeter Funktion.

Ordonanzrad 05 der Schweizer Armee von 1959 im Schweriner Schlossgarten

Ordonanzrad 05 der Schweizer Armee von 1959 im Schweriner Schlossgarten

Nur zähes Ringen und Einsicht in die eigene Fehlbarkeit lassen dieses Schiff wieder schwimmen. Schön.

Bergkreuzer von 1923, Leck geschlagen vor Brodersby an der Schlei, abgeschrieben von fast allen, kein Geld für die Werft! 

Doch Enthusiasmus, handwerkliches Wollen und Geschick, zäher Umgang mit Fehlern müssen doch noch zu irgendeinem Ergebnis führen?!re

Wenn ich dachte schon vieles gesehen, gekostet oder gelesen zu haben, wenn die Abgebrühtheit einsetzt und Neues nur noch mit einem Schulterblick oder einem“Nett!“ bedacht wird, musste ich mich an einem Tag im Burgund still hinsetzen und eines Besseren belehren lassen.

Natürlich kann die Klinge mit noch einer Alge Damast mehr brillieren, der Griff aus mundgemeisseltem Elfenbeinknollen bestehen - aber wie bei zu üppigem Essen kommt es  einem Drang hin zu dem Rudimentären gleich.  

Der junge französische Schmied Yannick Epiard lebt dort mit seiner FAmilie in einem Landstrich der gerade dazu einlädt sich an den alten Baustoffen und Formen zu orientieren. Er ist Bauschmied in der Kathedrale von Reims und ersetzt die vom Umweltfrass gezeichneten Metallgeländer. Zur Zeit die aus dem 13.-15.Jahrhundert.Auf seinem Hof stapeln sich alte Geländer, die von ihm nachgeschmiedet wurden und ersetzt wurden. Aber das alte Material liegt und wartet…

Bei einer Reise nach London fiel ihm der Rest eines Messers ins Auge, das bei Dombauarbeiten gefunden wurde und dessen ZUstand einen Blick in vergessene Zeiten zuließ.Da er bisher sich schon mit alten Äxten und feststehenden Dolchen als Schmied befasst hatte, reizte ihn der NAchbau eines so rudimentären Produktes.Es ist nicht sicher woher dieses Messer stammt. Ist es ein englisches Modell oder ein vom Festland eingewandertes Modell, vielfach von den Handwerkern der Dombauhütten mitgebracht.Dokumentiert ist es im Museum of London und in einem Buch über mittelalterliches Brauchtum.

Das Messer ist ein Piemontais. Ein Messer aus drei Teilen. Klinge, Achse und Griff. Form und Handhabung sind brilliant. Ganze 30 Gramm liegen in der Hand und lassen mich darüber staunen, welche Formvollendung schon damals möglich war. Die Klinge  läuft in einem sanften Schwung in den GRiff über und wird nur durch deren Verlängerung am Griff gehalten. Dieser Daumenhalt dient sowohl dem Halten wie auch dem Ein -und Ausklappen der Klinge.Die Klinge ist erstaunlich vielseitig.  

Wenn du die Serpentinen der mittelalterlichen Stadt Thier , die wie eine aus dem Fels gehauene Trutzburg auf die erloschenen Vulkane der Auvergne schaut , bis fast ganz oben fährst , in die Rue des Hort einbiegst, dann kommst du linkerhand zur Manufacture Coutellerie Cognet, der Messermanufaktur der Familie Cognet.

1902 kaufte Antoine Cognet diese Schmiede und begründete dort einen Familienbetrieb, der bis heute solche Klassiker der Taschenmesserkultur wie das Montpellier, das Capucin oder aber das Bekannteste, das Douk Douk fertigt.

1928 erstmali als einfaches und günstiges Allzweckmesser von Gaspard ,genannt Gaston ,Cognet gefertigt fand es in Frankreich nicht gleich den gewünschten Absatz.

Dafür verkaufte es sich besser in den Kolonien, besonders in Mikronesien. Als Cognet von einem dort ansässigen Kult oder Fetisch hörte, der Geheimnis umwoben war und dessen Mitglieder Tanzmasken aus Gräsern und Federn als Erkennungsmerkmal tragen, wählte er diese Figur des Duk Duk Kultes als Glücksbringer und ließ diese auf die Griffe prägen und nannte das Messer fortan Douk Douk.

Eine Klinge aus feinkörnigem Kohlenstoffstahl, ein Griff aus gefalztem Stahlblech, eine Rückenfeder, welche die Klinge im geöffnetem und geschlossenem Zustand arretiert, zwei Nieten und ein kleiner Bügel um es zu befestigen, mehr war nicht von Nöten.

Seine einfache Konstruktion und seine Effizienz ließen das Messer schnell einen einzigartigen Siegeszug von Polynesien, über Africa bis zurück ins Ursprungsland antreten.

Bis heute ist es in vielen Hosentaschen zu finden.Es ist für Jedermann bezahlbar , einfach zu reparieren und im Falle des Verlustes leicht zu verschmerzen, da es für wenig Geld leicht wieder neu zu beschaffen ist.

Es ist wie sein Glücksbringer zu einem Kultobjekt geworden , fand seinen Platz in unzähligen Sammlungen und Museen , wurde eine Ikone der Taschenmesserkultur.

Sprichst du heute Pierre Cognet darauf an, ob es eine gute Namenswahl war und der  Douk Douk auch für die Familie ein Glücksbringer war, huscht ein Lächeln über sein Gesicht…